Versicherungsvergleich Private Krankenversicherung - Tarife - Krankenkasse - Rechner

Vergleich Private Krankenversicherung - Test und Rechner

Geschichte

Innungskrankenkassen (IKK) sind Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in der Bundesrepublik Deutschland. Meist sind deren Versicherte historisch bedingt Handwerker, auch wenn inzwischen nahezu jede IKK für alle Versicherten geöffnet ist.

Die meisten Innungskrankenkassen entwickelten sich aus Gesellenbruderschaften, selbstständigen Gesellenorganisationen, die neben gewerkschaftlichen Aufgaben auch Funktionen einer Krankenkasse übernahmen. Mit der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883 durch Reichskanzler Otto von Bismarck übernahmen sie Aufgaben der nun gesetzlichen Krankenkassen. Ab 1892 wurden die IKKn per Gesetz Zuweisungskassen. Die Innungen hatten die Möglichkeit sich einer Innungskrankenkasse als Trägerinnung anzuschließen. Gehörte ein Betrieb einer solchen Trägerinnung an, wurden die dort beschäftigten Mitarbeiter automatisch auch Mitglieder der IKK. Für die meisten Regionen in Deutschland gab es Innungskrankenkassen, die von mehreren Innungen getragen wurden.

Dieses Prinzip wurde 1996 durch die Möglichkeit der Öffnung der Krankenkassen ausgesetzt. Die meisten Innungskrankenkassen sind seither zu Landeskassen fusioniert worden, so dass inzwischen nur noch 15 Innungskrankenkassen bestehen (zum Vergleich: im Jahre 1994 waren es ca. 150 IKKn bundesweit). Alle Innungskrankenkassen haben sich durch Beschluss der Selbstverwaltung für alle Personen geöffnet und sind nun für jedermann frei wählbar. Allerdings sind einige IKKn nur für bestimmte Bundesländer geöffnet, so dass nur die darin wohnenden oder arbeitenden Personen Mitglied dieser IKK werden können.

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